Inner Wheel besucht die jüdische Synagoge in Weiden

Bei unserem letzten Meeting hatten wir die wunderbare Gelegenheit, in eine fremde und doch präsente Welt einzutauchen. Die Synagoge in Weiden in der Innenstadt, das einzige Gebäude mit Polizeistellplätzen direkt vor der Tür. Leider in unserer heutigen Zeit nötig.

Drinnen angekommen, bekamen wir einen sehr inspirierenden und informativen Vortrag von Herrn Werner Friedmann zu hören. Herr Friedmann gab uns einen geschichtlichen Rückblick über das Leben jüdischer Bürger in Weiden, deren Aktivitäten, aber auch deren leidvollen Geschichte über die Jahrhunderte mit gesetzlichen Einschränkungen, Pogromen, Verleumdung, Verfolgung und Vernichtung und die Auswirkungen auf die jüdische Bevölkerung in Weiden. Er berichtete über die Entstehung der Weidener Synagoge, deren besonderen kunstvollen Gestaltung und gab eine Einführung in das kulturelle und spirituelle Leben der jüdischen Kultusgemeinde. Er zeigte ausführlich Kultusgegenstände und erläuterte deren Verwendung in der religiösen Praxis. Anschließend beantwortete er die vielen interessierten Fragen der Clubfreundinnen. Die diesjährige Clubpräsidentin Sibille Petzold bedankte sich in für den interessanten und kurzweiligen Vortrag mit einem kleinen Präsent.

Anschliessend durften wir noch dem ebenfalls sehr interessanten Vortrag über die Geschichte der jüdischen Familien in Weiden von Dr. Sebastian Schott, Leiter des Stadtarchivs Weiden lauschen, der seine Dissertation über genau dieses Thema geschrieben hat. Als Schwerpunkt seines Vortrags berichtet er ausführlich vom Schicksal jüdischer Weidener Familien im 20. Jahrhundert bis heute und zeigt historische Aufnahmen oder Postkarten von deren Fabriken, Kauf- und Geschäftshäuser in Weiden.

Alles in allem ein sehr interessanter und zum Nachdenken anregender Abend.  Auch gerade in der heutigen Zeit in einer Stimmung von steigender Diskriminierung, Gewalt und Hass, müssen wir uns erinnern und mit einem „nie wieder!“ zusammenhalten.